Kreatives Beten

Ideen für PrayDay-Treffen

Einfach nur im Kreis sitzen und mit gesenkten Köpfen beten ist euch zu langweilig? Hier findet ihr acht Ideen für kreative Gebetsaktionen am PrayDay.

Schaut mal, ob was für euch dabei ist!

1. Pray and Ride – mit dem Bus oder dem Zug von Schule zu Schule

Möglichkeit 1

Mietet einen Bus (oder leiht euch einen oder mehrere VW-Busse von Gemeinden, CVJMs etc. aus) oder kauft euch Gruppentickets für die (Straßen-)Bahn … Egal wie, fahrt in eurer Stadt oder in eurem Landkreis von Schule zu Schule, steigt an den Schulen aus und betet für die Schulen!

Möglichkeit 2

Ist euch die Bus- oder Zugtour zu aufwendig? Dann macht eine virtuelle Reise von Schule zu Schule. Stellt die Stühle im Raum, in dem ihr euch trefft, wie in einem Bus auf und zeigt vorne auf einer Leinwand einen Film von Straßen eurer Region. So könnt ihr eine Reise durch die ganze Stadt oder durch den Landkreis zu allen Schulen machen, ohne euch vom Fleck zu bewegen. An den Schulen könnt ihr stoppen, kurz aussteigen, einige Infos über die Schule austauschen und gemeinsam (evtl. nach einer bestimmten Liturgie) beten. Auf den Busfahrten zwischen den Stationen könnt ihr singen, euch kennenlernen und einfach quatschen – wie auf einer echten Busfahrt.

2. (10-Stunden-)PrayDay-Gebetskette

Meistens wird am PrayDay gemeinsam mit anderen Leuten für Schulen gebetet. Und das ist auch gut so. Aber manchmal ist es vielleicht nicht möglich, dass alle zur gleichen Zeit zusammenkommen. Mithilfe einer Gebetskette kann man trotzdem gemeinsam beten. Dazu braucht ihr einen Plan mit Zeitabschnitten von 30 Minuten oder 60 Minuten. Wenn ihr 10 Stunden beten wollt, gibt es 20 oder 10 Termine, für die Beter gesucht werden. Dann können sich alle Interessierten eintragen. Wenn die Liste voll wird, betet 10 Stunden lang immer eine Person für eure Schule.

3. Gebetsmemory

Ihr benötigt zwei (gleiche) Fotos von allen Leuten, die mit euch beten. Diese Fotos klebt ihr auf Bierdeckel o.ä. Mit den Bierdeckeln spielt ihr Memory (wer dran ist darf zwei Karten aufdecken – sind sie gleich, darf er das Paar nehmen, unterschiedliche Karten müssen wieder umgedreht werden und der Nächste ist dran). Wer zwei gleiche Bilder gefunden hat, betet für die Person (z.B. für die Schulsituation und die Familie, für Bewahrung …).

 Wisst ihr nicht, wer zu eurem Gebetstreffen kommt? Dann nehmt keine Bilder von Personen, sondern von Schulen in eurer Region (evtl. auch von anderen wichtigen Gebäuden, z. B. vom Rathaus) – dann ist es (je nach Gruppe) sinnvoll, zu den einzelnen Gebäuden Informationen zu geben, wenn diese aufgedeckt werden.

(Diese Idee haben wir aus „100 kreative Gebetsspiele“ von den King’s Kids.)

4. Gebetsservice – durch die Klassen gehen

Beten für andere ist eine „Dienstleistung“ – wir stellen unsere Beziehung zum Vater im Himmel in den Dienst für andere und nutzen sie, um die Sorgen, Nöte und Anliegen anderer vor Gott zu bringen und seiner Fürsorge anzubefehlen.

Am PrayDay könnt ihr deshalb einen Gebetsservice anbieten: Geht ein paar Tage vorher durch die Klassen an eurer Schule und stellt den PrayDay kurz vor. Bietet den Schülern, die Möglichkeit (ernst gemeinte) Anliegen zu nennen, für die ihr dann am PrayDay betet (das kann z.B. mit einer Gebetsbox geschehen, in die man Zettel reinwirft oder über eine Gebetswand).

Am PrayDay trefft ihr euch dann und betet für die Anliegen die ihr bekommen habt. Vergesst nicht, darauf hinzuweisen, dass ihr die Sachen, die euch zukommen, vertraulich und anonym behandelt. (Ggf. könnt ihr das Gebetstreffen am PrayDay aber auch für Interessierte öffnen und einladen, mit euch zu beten.)

5. Das Schokoladenspielgebet

(gut geeignet für jüngere Schüler)

Kennt ihr das Partyspiel, bei dem man reihum würfelt und bei dem jeder, der eine Sechs hat, sich Handschuhe, Schal und Mütze anziehen und mit Messer und Gabel eine Schokolade auspacken darf? Die anderen würfeln derweil weiter. Bei der nächsten Sechs müssen alle Utensilien schnell weitergegeben werden.

Das Spiel könnt ihr für den PrayDay etwas abwandeln: Packt eine Schokolade in mehrere Schichten (Zeitungs-)Papier ein und legt Zettel mit Gebetsanliegen zwischen die Schichten. Nehmt Messer und Gabel, Handschuhe, Schal, eine Mütze und einen Würfel und geht zum PrayDay. Dort spielt ihr das Schokoladenspiel. Immer wenn ein Gebetszettel auftaucht, wird das Würfeln unterbrochen. Dann darf die Person, die gerade die Schokolade „bearbeitet“, das Gebet sprechen. Am Ende dürfen alle, wenn sie eine Sechs würfeln, Schokoladenstücke abschneiden und essen.

6. Listengebet

Bringt eine Liste aller Lehrer oder aller Schüler einer Klasse mit und betet für jeden Einzelnen von ihnen. Selbst wenn ihr sie nicht kennt, Gott kennt sie. So wird mal nicht nur für die Leute gebetet, die positiv oder negativ auffallen, sondern für alle.

7. Liturgischer PrayDay

Macht doch mal einen liturgischen PrayDay! Es ist manchmal etwas schwierig, in einen liturgischen Ablauf, bei dem viel vorgegeben ist, reinzukommen. Aber wenn man mal drin ist, kann man die Texte und Gebete aus vollem Herzen mitlesen und mitbeten, gerade weil man sie kennt. Außerdem kann ein liturgischer Ablauf den Vorbereitungsaufwand verkleinern.

Wir haben schon eine Liturgie für ein PrayDay-Treffen vorbereitet, die kannst Du hier finden.

8. Gebetsstationen in der Schule

Findet ihr es langweilig, immer nur am gleichen Ort zu beten? Dann betet mal an Gebetsstationen in eurer Schule! Organisiert eine PrayDay-Veranstaltung nach Schulschluss oder am Abend in der Schule (dafür braucht ihr natürlich die Genehmigung der Schulleitung), aber trefft euch nicht einfach in einem Klassenzimmer zum Beten, sondern bereitet verschiedene Stationen zum Gebet vor. Hier sind einige Vorschläge dazu:

  • Vor dem Lehrerzimmer: Dank für die Lehrer, die sich Mühe geben, den Schülern etwas beizubringen und ihnen Vorbild zu sein. Bitte um Kraft für sie und dass sie Gott erfahren.
  • Vor dem Zimmer der Schulleitung: Dank für die Arbeit der Schulleitung und Bitte für weise Entscheidungen hier und auch in der Bildungspolitik.
  • Vor einem Zimmer der fünften Klassen: Bitte um ein gutes Eingewöhnen in die neue Schule für die Fünftklässler.
  • Vor dem Kollegstufenzimmer: Bitte für die Abiturienten für gutes Lernen und gute Berufsentscheidungen.
  • Vor dem Reli-Raum: Dank, dass in Deutschland, Österreich und der Schweiz (ebenso wie in vielen anderen europäischen Ländern) und an deutschen, österreichischen und schweizerischen Schulen Religionsfreiheit herrscht und Bitte, dass Schüler im Reli-Unterricht Gott besser kennenlernen und in ihrem christlichen Glauben weiter- (und nicht weg davon) kommen.
  • Vor den Bio- und Chemieräumen: Dank für Gottes gute und beeindruckende Schöpfung und die Fähigkeit des Menschen, die Schöpfung zu erforschen. Bitte, dass die Menschen Gott, den Schöpfer, nicht vergessen, auch wenn sie selbst vieles in der Natur verstehen und wissen.
  • Vor der Schulmensa: Bitte für Angestellte in der Mensa, Hausmeister, Putzfrauen, Sekretärinnen, etc.
  • Auf dem Pausenhof oder in der Pausenhalle: Bitte um guten Umgang der Schüler miteinander und Bitte für die, die in der Schule ungerecht behandelt werden oder gar unter Mobbing zu leiden haben.

Fallen euch bei eurer Schule noch mehr mögliche Stationen ein?

An den Stationen könnt ihr einen Zettel mit Gebetsanregungen aufhängen. Ihr könnt aber auch an jede Station eine Person stellen, die kurz erklärt, wofür hier gebetet wird. Je nach Anzahl der Beter können entweder alle gemeinsam von Station zu Station gehen oder man kann sich in verschiedenen Gruppen durch das Schulhaus bewegen.